top of page

Politik, die uns verlässt

Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr: Das tut weh und es macht wütend!


Ich gehe durch Essen und sehe Plakate, Lichtinstallationen, Werbekampagnen für die Olympia-Bewerbung Rhein-Ruhr 2032. Ich sehe eine Stadt, die sehr viele Euros in ein Prestigeprojekt steckt, während gleichzeitig kostenlose Schulbusfahrten gestrichen, Kulturförderungen gekürzt und Sprachkurse reduziert werden. Ich sehe eine Politik, die Geld für dreißig Tage Glanz ausgibt, aber keine Mittel hat für die Menschen, die diese Stadt täglich am Laufen halten.



Und dann treffe ich Menschen. Menschen, die seit Jahrzehnten in Essen leben, mitgestalten, mitorganisieren und nicht wählen dürfen, weil sie keine deutsche Staatsbürgerschaft haben. Menschen, die die Lust an der Politik verloren haben, weil sie kein Vertrauen mehr haben. Menschen, die im Ehrenamt brennen, aber spüren, dass ihre Arbeit nicht wertgeschätzt wird. Menschen, die resigniert die Schultern zucken und sagen: „Die da oben machen eh, was sie wollen.“


Das tut in der Seele weh. Denn das ist nicht die Stadt, die ich mir wünsche. Das ist nicht die Politik, die wir verdienen.


Historisch gesehen ist Politik ein Gremium, das für unsere Interessen schalten und walten soll. Doch was ich erlebe, ist etwas anderes. Eine Politik, die Gelder streicht beim kleinen Mann, beim einfachen Bürger, bei denjenigen, die es am nötigsten haben. Ohne hinzusehen und ohne zu verstehen, welche Kettenreaktion damit ausgelöst wird.


Vereine, die sich nicht mehr halten können und verschwinden. Einrichtungen, die geschlossen werden, weil die Förderung fehlt. Projekte, die nach Jahren harter Arbeit einfach weggeworfen werden, als wäre all die Energie, all das Geld, all das Engagement umsonst gewesen.


Und dann das: Eine hochauflösende, emotional gepuschte Werbekampagne für ein Event, das vielleicht nie in Essen stattfindet. Das vielleicht nicht mal nach Deutschland kommt. Das international ohnehin kaum Chancen hat. Als Unternehmerin weiß ich, dass eine solche Kampagne ein Vermögen kostet. Und ich frage mich: Wer profitiert davon?


Nicht die Kinder, die nicht mehr zu Schulausflügen können. Nicht die Kulturschaffenden, die um ihre Existenz kämpfen. Nicht die Ehrenamtlichen, die sich aufreiben, sondern diejenigen, die Macht und Prestige vor Mensch und Gemeinwohl stellen.


Politik hat die Menschen verloren. Aber wir können sie zurückholen?


Ich spüre es jeden Tag: Die Politik hat den Bezug zu den Menschen verloren. Sie handelt, als wäre sie nicht betroffen von den Folgen ihrer Entscheidungen. Als könnte sie einfach mal Gelder streichen, ohne zu verstehen, was das bedeutet. Als wäre es normal, dass Menschen kein Vertrauen mehr haben.


Aber das ist kein Normalzustand, nein, das ist ein Skandal.


Und das Schlimmste ist, dass wir es zulassen. Wir resignieren! Wir sagen: „Die da oben machen eh, was sie wollen.“ Wir beschweren uns, aber wir handeln nicht, doch genau das ist unser Fehler.


Es ist Zeit, aufzustehen, es ist Zeit, sich zu engagieren.


Ich appelliere an alle Menschen in Essen, in NRW, in Deutschland: Informiert euch. Nicht bei denjenigen, die euch etwas verkaufen wollen. Sucht unabhängige Quellen. Fragt Menschen, die Erfahrung haben, die wissen, wie Politik wirklich funktioniert. Fragt die künstliche Intelligenz, die gerade so gehypt wird: „Was hat die Politik in den letzten Jahren für mich getan?“ und ihr werdet sehen, wie wenig da kommt.


Engagiert euch. Wenn ihr die Fähigkeit habt, nutzt sie. Wenn ihr wählen dürft, dann tut es, aber informiert. Wenn ihr keine Stimme habt, dann findet andere Wege: Vereine, Initiativen, Ehrenämter. Nehmt Menschen mit. Zeigt ihnen, was echte Teilhabe ist und was nur leere Worte.


Weckt euer Umfeld auf. Redet mit Nachbarn, Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen. Fragt sie: „Was würde passieren, wenn wir alle einfach mal nicht resignieren?“


Denn eines ist klar: Wir dürfen uns nicht beschweren, wenn wir nichts ändern. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Schere zwischen denen da oben und uns immer größer wird. Wir müssen den Bezug wiederherstellen, zwischen Politik und Menschen, zwischen Entscheidungen und Folgen, zwischen Macht und Verantwortung.


Meine Vision ist eine Stadt, die leuchtet, weil ihre Menschen mitgestalten.


Ich kämpfe für gesellschaftliche Teilhabe. Für eine Stadt, in der jeder Mensch, unabhängig von Herkunft oder Staatsbürgerschaft, mitgestalten kann. Für eine Politik, die NGOs, Vereine und Ehrenamtliche nicht im Stich lässt, sondern sie unterstützt, fördert, wertschätzt.


Ich will eine Stadt, in der Vertrauen wieder möglich ist. In der Mitbestimmung kein leeres Wort ist. In der jeder Euro sinnvoll ausgegeben wird, für uns, nicht für Prestigeprojekte.


Das geht nur, wenn wir alle mitmachen.


Was tun? Jetzt handeln, für ein Essen, für deine Stadt, das nicht nur lebt, sondern leuchtet.

Informiert euch, sucht Fakten, hinterfragt Versprechen und nutzt alle Mittel, auch künstliche Intelligenz, um Transparenz zu fordern. Engagiert euch. Tretet Vereinen bei, unterstützt Initiativen, mischt euch ein. Zeigt anderen, wie Politik wirklich funktioniert. Erklärt, was auf dem Spiel steht. Geht zur Wahl, aber nur, wenn ihr wisst, wofür ihr stimmt. Gebt nicht auf. Resignation ist das, was die da oben wollen. Widerstand ist das, was wir brauchen.


Gemeinsam können wir die Politik zurückerobern.


Ich stehe für Verantwortung, Teilhabe und Mitgestaltung. Ich stehe für eine Stadt, die ihre Menschen nicht im Stich lässt. Ich stehe für eine Zukunft, in der Politik wieder für uns arbeitet, nicht gegen uns. Und ich stehe nicht allein.


Also steht auf, mischt euch ein und lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass Essen eine Stadt wird, die nicht nur lebt, sondern leuchtet.


Politik ist kein Zuschauersport. Sie lebt davon, dass wir sie gestalten. Also lasst uns anfangen.

Diskutiert mit! Was erlebt ihr in eurem Umfeld? Wo seht ihr die größten Missstände? Schreibt mir, ich will eure Stimmen hören.


„Politik ist kein Zuschauersport. Sie lebt davon, dass wir sie gestalten. Also: Lasst uns anfangen.“


Das Statement von Volt Essen zum Ergebnis Olympia Bewerbung Essen: Link

Das Statement von der Ratsgruppe Volt & Die PARTEI: Link

Ergebnisse der Olympia Bewerbung Rhein Ruhr der Stadt Essen: Link

 
 
 

Kommentare


Meinen persönlichen Newsletter sende ich an alle, die Interesse an mehr Informationen rund um meine Themen haben.

Schön Dich dabei zu haben!

  • alt.text.label.LinkedIn
  • alt.text.label.Instagram
  • alt.text.label.LinkedIn
  • alt.text.label.Instagram

©2024 mandyhindenburg.de

bottom of page