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Warum strategisches Netzwerken mit bewusster Selektion beginnt

Am Ende des letzten Jahres habe ich mir eine Frage gestellt, die mich länger beschäftigt hat, als ich erwartet hätte: Haben die Menschen, die mir wichtig sind, eigentlich mitbekommen, was mich dieses Jahr bewegt hat?


Mandy Hindenburg steht vor einer urbanen Bürolandschaft und lächelt

Nicht im Sinne von Sichtbarkeit oder Reichweite, sondern im Sinne von Entwicklung, Veränderung, Arbeit und auch Haltung.


Wir sind heute auf unzähligen Plattformen vernetzt. Wir folgen, liken, kommentieren, speichern und trotzdem geht vieles unter. Der Alltag ist dicht, der Algorithmus entscheidet mit und echte Verbindung braucht mehr als Präsenz auf einem Feed.


Ich selbst habe mehrere tausend Kontakte auf LinkedIn und trotzdem wurde mir sehr klar: Ein Netzwerk ist nicht die Summe aller Kontakte, ein Netzwerk ist das, was bleibt, wenn man bewusst hinschaut.


Netzwerken ist kein Sammeln, sondern eine Entscheidung


In meiner Arbeit, ob als Ernährungsexpertin, in Workshops oder in der politischen Arbeit, begegne ich immer wieder derselben Annahme: Je mehr Kontakte, desto besser.


Meine Erfahrung ist eine andere. Viele Kontakte können Orientierung geben, aber Tiefe entsteht nur dort, wo bewusst entschieden wird, welche Beziehungen gepflegt, vertieft oder auch losgelassen werden.


Strategisches Netzwerken bedeutet nicht, Menschen zu bewerten, es bedeutet, Verantwortung für die eigenen Kapazitäten zu übernehmen. Zeit, Aufmerksamkeit und Energie sind stark begrenzt. Wer versucht, allen gerecht zu werden, wird am Ende niemandem wirklich gerecht, auch sich selbst nicht.


Eine bewusste Entscheidung zum Jahresende gehört zum strategisches Netzwerken


Aus genau diesem Gedanken heraus habe ich mich zum Jahresende für etwas entschieden, das auf den ersten Blick vielleicht altmodisch wirkt: Ich habe einen persönlichen Jahresrückblick erstellt. Ich habe ihn hochwertig doppelseitig ausgedruckt, in farbe und anschließend mit einer persönlichen Weihnachtskarte verschickt, per Post.


Natürlich nicht an alle, sondern an ausgewählte Menschen.

Menschen, die mich begleitet haben. In Workshops, in Netzwerken, in Gesprächen, in gemeinsamen Projekten. Menschen, bei denen ich wusste: Diese Verbindung hat Bedeutung.


Das Feedback darauf war sehr eindeutig. Nicht, weil es besonders aufwendig war, sondern weil es persönlich, klar und wertschätzend war. Und weil es gezeigt hat, dass Beziehungspflege kein Automatismus ist, sondern eine bewusste Handlung.


Warum Selektion ein zentraler Bestandteil guter Netzwerke ist


In meinen Workshops spreche ich oft über Analyse, Priorisierung und bewusste Auswahl. Nicht, um Netzwerken kompliziert zu machen, sondern um es realistisch zu gestalten.


Nicht jede Verbindung muss intensiv sein, nicht jeder Kontakt ist für jede Phase des Lebens relevant und nicht jede Beziehung wächst weiter, auch das ist Teil eines gesunden Netzwerks.


Selektion schafft Klarheit, ganz einfach. Klarheit darüber, mit wem man Wirkung entfalten möchte, Klarheit darüber, wo gemeinsame Werte, Ziele oder Themen liegen und auch Klarheit darüber, wo man Energie loslassen darf.


Ein Prinzip, das überall gilt


Ob Ernährung, Netzwerkarbeit oder politische Prozesse, die Mechanismen sind erstaunlich ähnlich. Wirkung entsteht nicht durch Masse, sondern durch Fokus. Durch bewusste Entscheidungen und durch den Mut, nicht alles gleichzeitig machen zu wollen.


Netzwerke wachsen mit uns, sie verändern sich und sie dürfen das auch!


Fragen zur eigenen Reflexion


Vielleicht nimmst du dir einen Moment Zeit für diese Fragen:


  • Welche Kontakte begleiten mich wirklich

  • Mit welchen Menschen möchte ich dieses Jahr etwas bewegen

  • Welche Beziehungen möchte ich vertiefen

  • Und welche darf ich bewusst ruhen lassen


Strategisches Netzwerken beginnt nicht mit der nächsten Kontaktanfrage. Nein, es beginnt mit Klarheit und genau darin liegt seine Stärke.


Vielleicht denkst du jetzt: Das ist eine schöne Idee. Am Ende des Jahres bewusst Danke zu sagen für Menschen, die mich begleitet haben.


Und gleichzeitig weißt du wahrscheinlich auch, wie schnell genau solche Gedanken im Alltag wieder untergehen. Termine, Projekte, Verpflichtungen und irgendwann ist Dezember, ohne dass man noch genau weiß, wer einen eigentlich über das Jahr hinweg wirklich begleitet hat.


Eine einfache Methode, die sich bei mir bewährt hat: Stell dir einen kleinen Behälter auf deinen Schreibtisch. Jedes Mal, wenn du merkst, da war ein gutes Gespräch, eine wertvolle Begegnung oder ein Moment echter Unterstützung, schreibst du den Namen und ein paar Stichworte auf einen Zettel und legst ihn dort hinein.


Wenn du magst, kannst du diesen Zetteln unterjährig immer mal wieder begegnen. Sie erinnern dich daran, Kontakte wieder aufzugreifen, nachzufragen, dranzubleiben und ganz nebenbei entsteht etwas sehr Wertvolles: ein ehrlicher Fundus an Menschen, die dich wirklich begleitet haben.


Am Ende des Jahres musst du dann nicht überlegen, wem du Danke sagen möchtest, nein, du weißt es bereits.


Welche kleine Geste der Wertschätzung hat bei dir im Netzwerk schon einmal besonders viel bewirkt?



Mehr über das Thema Networking findest du hier: Link

 
 
 

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